David Fried   

6. Mai 2007 - 4. Juni 2007

   
       
  Einladung David Fried  
    NEORDER  
       
    6. Mai 2007 - 4. Juni 2007  
       
    ERÖFFNUNG: 6. Mai 2007, 15.00 - 20.00 Uhr  
       
    Begrüßung: Klaus Noack  
    Künstlergespräch: David Fried, Klaus Noack  
       
    Einladungskarte als PDF - Download  
       
    Einladung als PDF-Datei  
 

 
  Eröffnung
Eröffnung Raumansicht 01
 
 

 

 
       
   
Eröffnung Raumansicht 02
 
 

 

 
       
  ART-Forum Live bei Noack  
  Thema: Zwischen Wissenschaft und Mythologie  
  Ort: Galerie Noack  
  Zeit: Dienstag, den 15.05.2007, 19:30 - 21:00 Uhr  
       
  Moderation: Klaus Flemming  
  Künstler: David Fried  
  Kunsthistoriker: Jutta Saum  
  Kunstkritiker: Dr. Ingeborg Schnettler, Rheinische Post  
  Gast: Dr. Bärbel Lenz  
  Galeristen: Klaus Noack, Guido Nawroth   
       
  Unterstützt durch:  
       
 

 

 
       
  Statement

David Fried 

NEORDER

Self Organizing Still-Life (SOS): interaktive Skulpturen

In bed with Lucy und Dolly: Fotogramme

Rainscapes: Fotografie

Stemmers: Skulpturen  

 
   
In seinen aktuellen Arbeiten zeigt David Fried dynamische Beziehungen in Form von minimalistischen dichotischen Bildern und Objekten. Dabei erforscht er die Eigenschaften und flexiblen Besonderheiten, die zusammenhängenden Netzwerken innewohnen, wie man sie in der Natur und in sozialen Gefügen findet. Dieses Erforschen zieht sich durch sein gesamtes Werk: seine Skulpturen, seine fotographischen und interaktiven Arbeiten. Seine stark symbolischen Motive sind allgemein erkennbar als organisch oder mit Naturereignissen verbunden, und verweisen doch gleichzeitig mit subtilen Andeutungen auf das Künstliche und Technisierte.
 
 
       
     
 
       
   
Er portraitiert Strukturen lebendiger Systeme, wie sie in der globalen Landschaft vorkommen; Systeme, die unwissentlich Wirte nicht wahrnehmbarer synthetischer Wirkstoffe und patentierter Elemente geworden sind. So wie in der Technologie die Zeichen von Einflussnahme oder Manipulation oft nur schwer fassbar oder erkennbar sind, so sprechen auch seine gesammelten Arbeiten unseren Instinkt, unsere Erfahrungen und unser Wissen an, die wir benötigen, um die nebelhafte Inhalte, die unter der sichtbaren Oberfläche schlummern, zu entschlüsseln und zu erfassen.
 
 
       
     
 
   
Neben dem eindeutigen Sinn für Harmonie und sinnliche Ästhetik, den man in seinen Kompositionen wiederfindet, lässt Fried ausgewählte Anspielungen auf die mythologische und zeitgenössische wissenschaftliche Welt mit einfließen. Den antiken archetypischen Zeichen sehr ähnlich, verdichtet er zeitgenössische Themen zu rätselhaften Symbolen, die eine ähnliche Funktion haben. Seine Arbeiten beschwören unsere eigenen transzendentalen Prozesse herauf und machen gleichzeitig auf die konstruierten Mythen aufmerksam, die die eher kontroversen Wissenschaftsfelder mit sehr komplexen Themen beinhalten, wobei Realität und Fiktion miteinander verschmelzen.
 
 
       
     
 
       
   
David Frieds grundlegende Archetypen, die auf modernen Fruchtbarkeitssymbolen, Fotographien überirdischer Kräfte, Fotogrammen von Zellmembranen und interaktiven Steinskulpturen beruhen, wurden durch die Verbindung von herkömmlichen Techniken und High-Tech-Prozessen durch eine Vielzahl von Hilfsmitteln hergestellt. Er synchronisiert verschiedenste künstlerische und wissenschaftliche Disziplinen, um gewagte zeitgenössische Ikonen herzustellen, die unsere technisch-kulturelle Zeit widerspiegeln, wobei die Betonung auf den Auswirkungen liegt, die die Technology auf unser persönliches Glaubenssystem hat.
 
 
       
     
 
       
   
Frieds eigene katalytische Mischung aus Kritik und Glauben an sowohl der Wissenschaft, als auch an der zeitgenössischen Kultur (dazu gehören auch sein großer Respekt vor nicht-linearen Netzwerken, dem Dialog, der Kunst und dem Erhabenen) bilden den Kern seiner vielen einzigartigen Projekte. Indem er diese Faktoren zu einer künstlerischen Einheit verbindet, verschmilzt Fried Minimalismus und konzeptuelle Kunst mit Ästhetik und Philosophie und erschafft so Arbeiten, die verschiedenste kulturelle und linguistische Grenzen durchbrechen. In seiner umfassenden Arbeit zeigt Fried an, dass Mythologie und Wissenschaft undurchdringbare Glaubenssysteme beinhalten, die – wie in der Renaissance – in ständigem Dialog zueinander stehen müssen, während die Kunst sich nach dem Leben und das Leben sich nach der Kunst richtet.  
 
 
     

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